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Ukraine Situation


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Heute Morgen, als ich aufstand und die Nachrichten hörte, setzte ich mich erst einmal eine Stunde hin - nur um zu denken. Nicht, um zu meditieren oder zu beten. Nur denken (was ja auch eine Meditation sein kann). Ich diskutierte mit mir selbst, hörte dann auch Kommentare von meinen Guides.


Es ist jetzt etwas explodiert, was schon lange schwelte. Der Geruch nach Rauch lag schon lange in der Luft.


Als ich vor ein paar Wochen mit Freunden an der Belarussischen Grenze zu Polen war, spürten wir dort etwas, was uns zutiefst erschütterte. Wir dachten, es hätte mit der Vergangenheit oder der damaligen Situation zu tun. Wir spürten eine tiefe Wunde und der Boden war getränkt von Blut. Dort hatten die Nazis damals wohl ein Blutbad angerichtet.


Ich habe oft auch die Wunden Russlands gespürt. Und jetzt, wenn Putin sagt, er will die Ukraine entnazifizieren, dann war das für mich der deutlichste Hinweis, was in ihm und möglicherweise im russischen Volk vor sich geht.


Angst, Unsicherheit und ungeheilte Wunden kreieren einen gefährlichen Mix. Es ist ein Mix, den man auch Schmerz nennen könnten. Und wir alle wissen, was die Definition von Schmerz ist: Sehnsucht nach und Trennung von.


Ich denke, es wäre gut, sich nochmal in Putin, seine Anhänger und ganz Russland zu versetzen (es ist ja nicht Putin alleine. Russland als Gesamtheit ist offensichtlich nicht gegen das, was er tut, sonst könnte er es nicht tun). Es sind zwei große schmerzende Wunden. Die eine ist, was die Russen im zweiten Weltkrieg von den Nazis erlitten haben und dann der Zerfall der Sowjetunion, zu der ja auch die baltischen Staaten gehörten, die in die Nato übergetreten sind. Viele ehemalige mit Russland befreundete Staaten sind ebenfalls in der Nato, wie Polen, Ungarn, Rumänien. Und jetzt wollte auch noch die Ukraine möglicherweise diesem Pakt beitreten.


Vielleicht ging es ihm nur darum, den russischen Einfluss zu vergrößern. Aber da ist mehr, was ich in Putins Rede von letzter Nacht höre. Möglicherweise wissen wir gar nicht, wieviel Bedrohung vielleicht doch von der Ukraine ausging. Man darf nicht vergessen, es ist ein Land mit der zweitstärksten Armee in Europa. Und das direkt vor Russlands Haustür.


War da etwas geplant, von dem wir nichts wissen? Auf jeden Fall will Putin und sein Volk, das ja hinter ihm steht, diese verwundbare Flanke im Westen stärken. Wenn man ihn rechtzeitig beruhigt und klar gemacht hätte, dass die Ukraine nicht in die Nato eintreten wird, sähe das Bild wahrscheinlich anders aus. Stattdessen hat man beizeiten die Ukraine mit westlichen, also Nato-Waffen versorgt. Was für eine Botschaft ist das?


Viele Ukrainer sprechen russisch, haben sogar Verwandte in Russland. Das Land mit über 40 Millionen Einwohnern beheimatet die weltweit größte russischstämmige Bevölkerung außerhalb Russlands.


Und sie haben eine gemeinsame Geschcihte. Ich sehe im Moment keinen anderen Ausweg, als dass sich die Führung in Kiew auf die neue Situation einlässt und auf Gegenwehr verzichtet. Dadurch wird zumindest die Zivilbevölkerung geschont, der es wahrscheinlich nicht so wichtig ist, wer in Kiew das Sagen hat, hauptsächlich es bleibt der Frieden erhalten.


Das wäre wahrscheinlich im Moment das Weiseste.


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This morning, when I got up and listened to the news, I first sat down for an hour - just to think. Not to meditate or to pray. Just to think (which can be meditation too). I discussed with myself, then heard comments from my guides.


Something exploded now that had been smoldering for a long time. The smell of smoke had been in the air for a long time.


A few weeks ago, when I was with friends on the Belarusian border with Poland, we felt something there that shook us deeply. We thought it had to do with the past or the situation at that time. We felt a deep wound and the ground was soaked with blood. The Nazis must have made a bloodbath there at that time.


I have often felt the wounds of Russia as well. And now, when Putin says he wants to denazify Ukraine, that was for me the clearest indication of what is going on inside him and possibly in the Russian people.


Fear, insecurity, and unhealed wounds create a dangerous mix. It is a mix that could also be called pain. And we all know what the definition of pain is: longing for and separation from.


I think it would be good to take another look at Putin, his supporters, and Russia as a whole (it's not Putin alone, after all. Russia as a whole is obviously not against what he is doing, otherwise he could not do it). There are two major aching wounds. One is what the Russians suffered at the hands of the Nazis in World War II and then the disintegration of the Soviet Union, which after all included the Baltic states that crossed over into NATO. Many former states friendly with Russia are also in NATO, like Poland, Hungary, Romania. And now Ukraine also wanted to possibly join this pact.


Maybe it was just to increase Russian influence. But there is more to what I hear in Putin's speech last night. We may not even know how much of a threat Ukraine may have been after all. You have to remember, it is a country with the second strongest army in Europe. And it's right on Russia's doorstep.


Was there something planned that we don't know about? In any case, Putin and his people, who are after all behind him, want to strengthen this vulnerable flank in the West. If he had been reassured in time and it had been made clear that Ukraine would not join NATO, the picture would probably have been different. Instead, Ukraine was supplied with Western, i.e. NATO, weapons in good time. What kind of message is that?


Many Ukrainians speak Russian and even have relatives in Russia.The country of more than 40 million people is home to the world's largest Russian-born population outside Russia.


And they have a common history. At the moment, I see no other way out than for the leadership in Kiev to accept the new situation and refrain from fighting back. This will at least spare the civilian population, who probably don't care that much who is in charge in Kiev, mainly it will keep the peace.


That would probably be the wisest thing to do at the moment.



164 Ansichten4 Kommentare

4 kommentarer


Lieber Dietrich, es ist schön einmal jemanden weise und differenziert auch einmal laut aussprechen zu sehen, dass die westlichen Ebenen seit Jahren grosse Geschäfte (Waffen, Technologie und Industrie) in die Ukraine und weitere Staaten dieser Seite von Russland liefern und die NATO 2013 mehrere Abkommen aufgekündigt hatte - ohne dass je eine Nation auch nur ein Worte darüber verlauten hat lassen. Wenn jedoch Russland/Putin einen kleinen Finger rührte, wurde schon wieder von Seiten der USA und den ehemaligen Alliierten aufgebrummt. Jetzt schauen alle nur nach Russland und heben die Fäuste, reden von Invasion und Krieg. Ich stelle einfach einmal fest, dass niemand jemals im Westen darüber nachgedacht hat, wie der Westen immer wieder erst das Hetzen und Anklagen praktiziert hat…

Lik
Dietrich von Oppeln
Dietrich von Oppeln
24. feb. 2022
Svarer

Danke Simonne! Ja, ich denke so manche Fakten sind uns nicht bekannt. Wir machten heute Abend eine Meditation, in der es darum ging, dass alle Seiten diesen Wahnisnn erkennen und sehen, wo das alles hinführen kann. Dass alle mal innehalten und mitbekommen, wie kostbar das Leben ist.

Lik

Honestly, Dietrich, I have a hard time following your reasoning.


Lik
Dietrich von Oppeln
Dietrich von Oppeln
24. feb. 2022
Svarer

So, what are your thoughts, Edith?

Lik
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