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Sünde - gibt es das? • Thinking about Sin

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Heute am Karfreitag denke ich über Jesus, über Joshuah, nach. Und ich höre die Chöre meiner geliebten Matthäus-Passion von Bach. Einer davon mit dem Eingangs-Vers: »O Mensch, bewein’ dein Sünde groß.«


Sünde? das Wort ist ganz »aus der Mode« gekommen. Es ist für die meisten ein religiöser Begriff, verbunden mit einer alten, überholten Denkweise. Aber ist es das wirklich?


Für Esoteriker gibt es die Sünde nicht. Für viele gibt es nicht einmal Böses und Gutes.


Für mich ist Sünde sehr real. Für mich ist Sünde eine Verfehlung gegenüber den göttlichen Werten und der Integrität der Schöpfung. Es sind Dinge, die wir absichtlich oder auch unabsichtlich während unserer Trennung vom Göttlichen tun.


Es gibt Sünden, die heutzutage gar nicht als solche gelten, wie die Sünde des Nichtstuns, der Gleichgültigkeit, der mangelnden Bereitschaft, für das Richtige aufzustehen, der Lieblosigkeit und der Verurteilung anderer. Das sind Sünden, die als solche nicht nach außen treten und als solche gesehen werden - aber die Seele spürt und kennt sie.


Sünde ist etwas anders, als Fehler. Sünde geht tiefer. Sünde ist etwas, das uns mit Schmerz erfüllt, weil wir wissen, dass wir der Schöpfung weh tun. Und unserer Seele.


Jesus Joshuah, der größte MapMaker aller Zeiten, wollte für unsere Sünden sterben. So wichtig war es ihm, dass wir verstehen, wie tief wir uns selbst weh tun, wir sehr wir uns und uns Selbst und unsere Seele entfernen, wenn wir sündigen. Er wollte für die Menschen sterben, die schon so weit von ihrer innewohnenden Integrität entfernt waren, dass sie keine Reue mehr empfinden konnten, keine Einsicht hatten, weil so sehr die göttliche Integrität und damit ihre eigene verletzt hatten.


Joshuah wusste durchaus etwas vom Process of Change. Er wusste davon, wie wichtig es ist, die Sünden zu bekennen, also die Wahrheit darüber zu sprechen und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Und da er diese Einsicht bei den Menschen um sich herum nicht fand, und auch nicht den Willen, die Verantwortung zu übernehmen, tat er das. In seiner Weise. Als Fürbitter. Und hat damit Geschichte geschrieben. Gerade, weil das so wahr war.


Mancher Sünden, die wir tun, sind wir uns nicht bewusst. Daher ist es wichtig, auch für das um Vergebung zu bitten, das wir nicht wissen oder nicht als Fehlverhalten ansehen.


Wenn wir dazu bereit sind, werden wir die Vergebung bekommen und der Weg nach Hause lichtet sich. Wir hören die Musik.


Was auch immer die Kirchen daraus gemacht haben, es nimmt nichts davon weg, was Joshuah aus seinem tiefen Mitgefühl heraus für uns getan hat.


Ich wollte, dies würde heute mehr verstanden und geehrt.


Wir als MapMaker:innen heute, wir fühlen den Schmerz immer mal wieder. »Wir setzen uns in Tränen nieder …« wie es im Schlusschor der Passion heißt.


Und da ist die Auferstehung. Dann wenn wir die Verantwortung übernommen haben, bereut, Vergebung empfangen und uns selbst vergeben haben.


Dann ist da das Aufstehen, die Auferstehung, wenn die Mauern fallen und wir der Göttin begegnen und ihrem Licht.


Nach wie vor dürfen wir das tief in uns empfinden: die Reue, die Vergebung und die Auferstehung. Das Heimkommen.

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Today, Good Friday, I am thinking about Jesus, about Joshuah. And I listen to the choruses of my beloved St. Matthew Passion by Bach. One of them with the opening verse: "O man, weep for thy sin great."


Sin? the word has gone quite "out of fashion." It's a religious term for most, associated with an old, outdated way of thinking. But is it really?


For most esoteric people, sin does not exist. For many, there is not even evil and good.


For me, sin is very real. To me, sin is a transgression against divine values and the integrity of creation. It is things we do intentionally or even unintentionally during our separation from the divine.


There are sins that are not even considered as such nowadays, such as the sin of doing nothing, indifference, unwillingness to stand up for what is right, unkindness and condemnation of others. These are sins that do not come out as such and are seen as such - but the soul feels and knows them.


Sin is something different from failure. Sin goes deeper. Sin is something that fills us with pain because we know we are hurting creation. And our soul.


Jesus Joshuah, the greatest MapMaker of all time, wanted to die for our sins. That's how important it was to him that we understand how deeply we hurt ourselves, how much we remove ourselves and our soul when we sin. He wanted to die for the people who were already so far removed from their inherent integrity that they could no longer feel remorse, had no insight, because so much had violated the divine integrity and thus their own.


Joshuah certainly knew something of the Process of Change. He knew about the importance of confessing sins, that is, speaking the truth about them and taking responsibility for them. And since he did not find this insight in the people around him, nor the will to take responsibility, he did it. In his own way. As an intercessor. And in doing so, he made history. Precisely because it was so true.


Some sins we do, we are not aware of. Therefore, it is important to ask forgiveness even for that which we do not know or do not see as wrongdoing.


If we are willing to do so, we will receive forgiveness and the way home will clear. We hear the music.


Whatever the churches have made of it, it doesn't take away from what Joshuah did for us out of his deep compassion.


I wish this were more understood and honored today.


We as MapMaker today, we feel the pain every now and then. "We sit down in tears ..." as it says in the final chorus of the Passion.


And there is the resurrection. Then when we have taken responsibility, repented and received forgiveness and forgiven ourselves.


Then there is the rising, the resurrection, when the walls fall and we meet the Goddess and her light.


As before, we may feel this deep within us: the repentance, the forgiveness and the resurrection. The coming home.


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1 Comment


Ulrike Guedemann
Ulrike Guedemann
Apr 08, 2023

Wundervolle Gedanken - Anregungen zu Karfreitag!

Danke Dietrich 🔥 Sie berühren mich sehr.

Jaaa, Joshuah....jedes Wort in diesem post trägt tiefe Wahrheit in sich und für mich persönlich.....Die Wahrheit.

DANKE 🌺

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